Autumn Hike auf den Vorderskopf

  • Halbtagestour mit Ausblick

  • Karwendel

  • Steiler aber unschwieriger Bergpfad

  • Brotzeit auf dem Gipfelplateu

  • Bei Nässe kann es unangenehm sein

  • Aussichtsgipfel vor den Karwendelwänden

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Höchster Punkt

Der Vorderskopf ist innerhalb des Karwendelgebirges ein eher unbekannter Berggipfel und für viele – uns eingeschlossen – nicht direkt die erste Wahl für ein Gipfelziel im wunderschönen Risstal. Kein Wunder, liegt er doch umgeben von prominenten Nachbarn, wie Schafreuter, Torkopf, Östlicher Karwendelspitze oder der Soierngruppe. Diese Lage macht ihn aber, trotz seiner vergleichsweise niedrigen Höhe, zu einem hervorragenden Aussichtsgipfel auf eben jene Nachbarn und weit darüber hinaus. Außerdem ist das großflächige Gipfelplateau eine Besonderheit und lädt damit zum ausgiebigen Verweilen ein. Wir haben die Tour bei herrlicher Herbstsonne genossen und das vielzitierte Karwendelpanorama bei Kaffee und Brotzeit genießen dürfen.

Hinein in den Wald und steil empor

Die Tour startet von einem Straßenparkplatz an der Risstal Landesstraße in der Kurve kurz hinter der Kaiserhütte, wenige Minuten nachdem man die Grenze von Deutschland nach Österreich passiert hat. Gleich zum Start überquert man den Rißbach über eine Holzbrücke und biegt nach links ab. Für gute 10 Minuten geht es nun zum Warmlaufen entlang des Rißbachs auf einem Forstweg bis zu einer Abzweigung nach rechts.

Hier wechselt man links am Schild auf einen nicht allzu häufig begangenen Steig, der sich bald kompromisslos und gleichbleibend Steil in etlichen Serpentinen durch den Wald hinauf schlängelt. So gewinnen wir entsprechend schnell an Höhe, bevor wir an einer Lichtung das erste Mal auf die Südseite des Hanges wechseln und der Weiterweg im goldenen Herbstlicht erstrahlt.

Bei traumhaften Herbstbedingungen aufs Gipfelplateau

Nach etwa einer Stunde Anstieg quert man einen Forstweg, folgt aber gegenüber gleich wieder dem schmalen Pfad in den Wald hinein. Dieser lichtet sich mit zunehmender Höhe und gibt immer wieder herrliche Blicke Richtung Süden u.a. auf die massive Wand rund um die östliche Karwendelspitze frei. Die beste Aussicht erhält man an einer kleinen Jagdhütte, von der aus der Weg anschließend wieder Richtung Norden dreht und auf eine Almwiese führt.

Dieses Wiesengelände führt zunächst auf einen Sattel hinauf und dann rechts haltend wieder etwas mehr in den Wald hinein, bevor man zum Gipfelaufbau des Vorderskopfes gelangt. Es folgen ein paar felsdurchsetzte letzte Höhenmeter, die aber bei trockenen Bedingungen keine Probleme bereiten sollten. Hat man das weitläufige „Fußballfeld“ genannte Plateau erreicht, sieht man an dessen Nord/Ostseite das kleine, aber schöne Gipfelkreuz, hinter dem der Berg relativ steil abbricht.

Brotzeit, Kaffee, Traumkulisse

Die Aussicht vom höchsten Punkt reicht von den bayerischen Alpen im Norden bis zu Tiefblicken hinein in alle Winkel des Karwendelgebirges und direkt hinunter ins Rißtal mit dem kristallklaren Rißbach. Der Platz lädt regelrecht zum Verweilen ein – erst Recht bei Windstille und herrlichem Wetter. Somit suchen wir uns ein gemütliches Fleckchen und genießen die mitgebrachte Brotzeit sowie einen frisch aufgebrühten Kaffee. All das nahezu alleine, denn Trubel muss man hier oben wahrscheinlich selten fürchten.

So genießen wir die Stille, das schöne herbstliche Karwendelgebirge mit den ersten angezuckerten Felspitzen und machen uns anschließend auf demselben Weg wieder die knapp 1.000 hm hinab ins Risstal – bei denen wir dann doch tatsächlich noch auf ein paar entgegenkommende Wanderer treffen.

Herbsttraum am Vordersten Kopf des Karwendels – get well outside.

Weitere Details und die GPS Daten zur Tour findest du bei Komoot:

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