Vom Grödner Joch zur Forcella Crespeina

  • Kurzer, spektakulärer Nachmittags-Hike

  • Dolomiten

  • ca. 3h hin und zurück

  • Jimmy Hütte

  • Wahnsinnige Felsformationen

  • Trittsicherheit ist erforderlich

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Höchster Punkt
Routenplaner: Parkplatz am Grödner Joch

Auf die Tour zur Forcella Crespeina sind wir einigermaßen zufällig gestoßen. Wenn man ans Grödner Joch als Ausgangspunkt denkt, dann kommen einem viel eher die bekannten Touren hinauf in den Sellastock oder vielleicht auch die Cirspitzen in den Sinn. Doch da wir schon um die Mittagszeit mit unserem Camper am Joch eintreffen, wollen wir noch eine schöne, kleinere Tour für den Nachmittag angehen – und wir werden fündig: Die Forcella Crespeina ist kein klassisches Gipfelziel, dennoch liegt das Joch aussichtsreich inmitten des Naturpark Puez-Geisler und kann dank dem holzgeschnitzten Cristo del Crespeina sogar mit einem Kreuz aufwarten.

Hinein in eine Galerie an Felsformationen

Diese kurze, aber keineswegs leichte Wanderung beginnt direkt am Grödner Joch, von wo aus man gen Norden in Richtung Jimmy Hütte startet. Bis zur Hütte gibt es zahlreiche Wegalternativen, vom breiten Schotterweg bis zum Wiesensteig aber alle führen zu Jimmy. Ab der Hütte ist dann ein klarer und gut markierter Steig zu sehen, der es aber in sich hat. Von der Hütte windet er sich schottrig und am Südhang steil in die Höhe, sodass man gleich gefordert wird. Hier zeigt sich auch gleich, dass das Terrain absolut hochalpin ist, denn wir befinden uns schon am Startpunkt deutlich über 2.000m Höhe.

Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit wird der Weg langsam etwas flacher und man gelangt, wie durch ein Tor hindurch, auf eine Ebene, die vor verrückten Felsformationen, Felsbrocken und Türmen nur so strotzt. Bei diesem spektakulären Anblick vergisst man schnell das mühevolle Terrain und den Trubel auf der Passstraße weiter unterhalb.

Über das Cirjoch und ein Hochtal zu Christo

Durch das Labyrinth an Felszacken hindurch geht es dann erneut in ein Steilstück. Es sind nicht viele Serpentinen, aber der Weg schlängelt sich von hier kontinuierlich hinauf zum Cirjoch, wo man quasi auf der Rückseite der Cirspitzen steht. Der Weg führt nun minimal abwärts in ein Hochtal, dass einen wunderschönen Blick hinab ins Grödnertal freigibt und anschließend in einem letzten Aufschwung hinauf zu unserem Ziel für heute führt.

Da man permanent über Geröll und schottrige Wege steigt, sollte man stets wachsam sein vor Ausrutschern, aber insgesamt lässt sich dieser Höhenweg gut meistern. Am Sattel mit dem holzgeschnitzten Jesus-Kreuz angekommen, erwarten einen wiederrum einige außergewöhnliche Dolomitenformationen und ein schöner Blick auf die Geislertürme, sowie die mächtige Puezspitze.

Eine kurze Nachmittagsjause und dann retour

Auf der Forcella Crespeina ist genügend Platz für eine Brotzeit, während der man gut die Höhenwanderwege, die ebenfalls hier oben verlaufen mit den Augen verfolgen kann. Tatsächlich trifft man hier oben auch einige Mehrtagesbergsteiger an, die entweder von der Puezhütte kommen oder erst dahin gehen.

Wir packen anschließend wieder unseren Rucksack und begeben uns auf den Abstieg. Die Retour-Route läuft identisch zum Aufstiegsweg, sodass wir wissen, welche spektakulären Formationen uns erwarten. Der große Vorteil beim Rückweg ist aber, dass wir nun freien Blick auf den gegenüberliegenden Sellastock bekommen – eine herrliche imposante Bergkette in diesem Teil der Dolomiten.

Wer etwas Genuss will (und den nötigen Geldbeutel mitbringt), der kann nach dem gröbsten Teil des Abstieges den Tag auf der Jimmy Hütte ausklingen lassen.

Kleine Runde mit offenen Mündern – get well outside.

Weitere Details und die GPS Daten findest du bei Komoot:

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