Sunrise Wanderung Großer Traithen

  • Lange Sunrise Runde

  • Mangfall Gebirge

  • Ca. 2 Std. Aufstieg

  • Bring your own

  • Wecker früh genug stellen

  • Schneesituation beachten

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Höchster Punkt
Routenplaner: Wanderparkplatz Rosengasse

Im Mai muss man sich den Wecker schon richtig früh stellen, um den Sonnenaufgang von einem Gipfel aus bestaunen zu können. Es gilt, vom Zeitpunkt des Sonnenaufgangs exakt zurückzurechnen: Wie oft hat man vor, die Snooze-Taste zu drücken? Wie lange dauert die Anfahrt zum Ausgangspunkt? Wie lange dauert der Aufstieg voraussichtlich? Nach eingehender Prüfung o.g. Fragestellungen ging es für uns an dieser Nacht im Mai dann schließlich im 3:15 Uhr in der Früh mit dem Auto los. (Der Sonnenaufgang war für 5:42 Uhr vorausgesagt)

Durch Schlamm und Schnee

Wenn die Sterne am Himmelszelt funkeln und der Raureif auf den Almwiesen nicht mehr gefriert, dann hält auch in den Bergen langsam der Frühling Einzug. Für die erste Tour der Saison machen wir uns vom Wanderparkplatz „Berggasthof Rosengasse“ auf zum Großen Traithen. Es geht über den Traithenkessel weiter über die Fell-Alm zum Großen Traithen. Von da dann weiter über das Unterberger Joch bis hin zum Steilner Joch und schließlich zurück zum Ausgangspunkt. Die gewählte Route ist zwar gut beschildert, aber die Auf- und Abstiegspfade an den Nordhängen sind teilweise morastig und in den höheren Lagen auch noch mit Altschnee bedeckt.

WICHTIG: Stöcke und Grödel sind auch zu dieser Jahreszeit, vor allem in den steileren Abschnitten unterhalb der Gipfel, unverzichtbar!

Leichter Nebel im Tal sorgt für die perfekte Kulisse

Ursprünglich wollten wir an diesem Morgen den Sonnenaufgang vom Gipfel des Großen Traithen bestaunen, aber auf den letzten 150 hm ab dem Fell-Alm Sattel wurde uns klar, dass wir dieses Ziel wahrscheinlich knapp verfehlen werden. Die dicke Altschneedecke im nördlich ausgerichteten Schlussanstieg zum Großen Traithen hat uns leider 15-20 Min. gekostet, die wir nicht als Puffer bei dieser Rundtour eingeplant hatten.

Oben angekommen, war die Sonne im Osten zwar schon aufgegangen aber das minderte nicht im Geringsten den phänomenalen Rundumblick. Dank der herausragenden Fernsicht in der Früh, waren im Süden selbst der Großglockner und der Großvenediger gut zu erkennen.

Oben angekommen gilt es jetzt aber erstmal die nass geschwitzten Base-Layer Shirts sofort gegen trockenen Ersatz einzutauschen – Daunenjacke und Windbreaker drüber, Drip-Coffee Bag in die Tasse hängen, heißes Wasser aus der Thermoskanne drüber und jetzt einfach nur noch die Kulisse mit dem Blick auf den Wilden Kaiser bei einem frisch gebrühten Kaffee genießen…

Über den Grat nach Osten zum Steilner Joch

Auf dem felsigen und von Latschen stark verwurzelten Grat gehen wir ostwärts der Sonne entgegen hinüber zum Steilner Joch und saugen die einmalige Morgenstimmung in uns auf. Wir haben den Berg und den Ausblick an diesem Morgen für uns alleine. Niemand war offensichtlich ähnlich verrückt, den Wecker auf 03:00 Uhr zu stellen in dieser Nacht.

Der Name Steilner Joch kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Das merkt man spätestens wenn man sich wieder in den als schwierig eingestuften Abstieg in Richtung Rosengasse begibt. Einige Stellen sind hier zwar mit Drahtseilen versichert, aber ohne Grödel und Stöcke wäre man auf dem Altschnee ziemlich gefährlich unterwegs. Sobald man am nördlichen Rand des Traithenkessels angekommen ist, geht es auf dem selben Weg wie im Aufstieg zurück zum Parkplatz an der Rosengasse.

Set your alarm and get up to get well outside!

Weitere Details und die GPS Daten findest du bei Komoot:

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