Winter Sunrise Hike Ziegelspitz

  • Winter Sunrise Hike

  • Ammergebirge

  • Schwierigkeit abhängig von der Schneelage

  • Bring your own

  • Winter Postkartenmotive

  • Tour verlängerbar zur Notkarspitze

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Höchster Punkt

Der Ziegelspitz (1719m) ist einer von drei, mit Gipfelkreuz versehenen, markanten Punkten auf dem aussichtsreichen Gratverlauf südlich von Ettal – Ochsensitz, Ziegelspitz, Notkarspitze. Oftmals dienen die beiden erstgenannten nur als Zwischenstationen im Aufstieg zur oder im Abstieg von der Notkarspitze (Die Rundtour findet ihr im verlinkten Beitrag). Als Winterwanderung oder für einen kürzeren Ausflug lohnt sich der Ziegelspitz aber auch als alleinstehendes Gipfelziel, denn die Tour bietet ein tolles Panorama und im Falle von entsprechender Schneelage Postkartenmotive aus dem Winterwonderland.

Vom Ettaler Sattel hinauf über Ettal

Unsere Sonnenaufgangstour beginnt warm eingepackt und im Lichtstrahl der Stirnlampe am Wanderparkplatz direkt am Ettaler Sattel. Von hier gehts den Schildern folgend in Richtung Süden. An einer T-Kreuzung hält man sich links weiter auf einem Fahrweg bis dieser nach ca. 10 Minuten gemütlichem Einlaufen eine Rechtskurve macht. Hier zweigt wiederum beschildert der Steig hinauf Richtung Ochsensitz, Ziegelspitz und Notkarspitze ab.

Es wird gleich steiler und man gewinnt im Mischwald zügig an Höhe. Je nach Schneelage ist der Weg nicht immer gut zu erkennen. Aber selbst, wenn keine Spuren vorhanden sind, ist die Wegführung meist intuitiv zu finden. Ab und zu helfen ein paar Markierungen an den Bäumen weiter. Gerade bei verhältnismäßig wenig Schnee kann der Weg durchaus vereist sein und so sind je nachdem Stöcke und/oder Grödel im serpentinenreichen Gelände hilfreich.

Uns hilft die zunehmende Neuschneeauflage für einen guten Tritt und so lassen sich die Höhenmeter zügig erklimmen. Das steilere Terrain hilft gleichzeitig, den Körper auf Temperatur zu bringen.

Mit Sonnenaufgang zur Ziegelspitz

Mit zunehmender Höhe lichtet sich häufiger der Wald um uns herum und bietet somit immer wieder erste Aussichten, zunächst häufig Richtung Südwesten ins Estergebirge. Kurz nach einer größeren Lichtung erreichen wir auf knapp 1500m Höhe den Abzweig zum Ochsensitz, den wir aber erstmal rechts liegen lassen. Wir kämpfen an diesem Morgen immer mal wieder gegen den hochziehenden und absinkenden Nebel, der mal mehr und mal weniger Aussicht bereithält und so wollen wir schnell weiter an Höhe gewinnen, um darüber hinaus zu steigen. Der Wald geht zunehmend in teils dicht bewachsene Latschenhänge über, deren dick eingeschneite Zweige auch gerne Mal den lockeren Neuschnee an uns abstreifen.

Beinahe pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen erreichen wir dann das hölzerne Kreuz an unserem Tagesziel auf 1719m. Inzwischen befinden wir uns deutlich über dem Wolkenmeer und das wärmende Licht gepaart mit dem frischen Schnee auf Latschen und Bäumen um uns herum erzeugt eine wunderschöne Winter-Morgen-Stimmung. Ein Stück steigen wir noch dem Gratverlauf folgend weiter, immer tiefer in den Schnee, um dieses Winterpanorama aufzusaugen. Im Süden zeigt sich das Wettersteingebirge in voller Pracht und die Zugspitze wirkt nur einen Steinwurf entfernt.

Abstieg über den Ochsensitz

Für heute geht es nicht weiter zur in der Sonne strahlenden Notkarspitze, sondern in den eigenen Fußspuren wieder zurück – immer abwechselnd mit Ausblick nach Süden oder nach Norden hinüber zum Laber und Ettaler Manndl, wo wir übrigens auch schon im Winter unterwegs waren.

Auf dem Rückweg nehmen wir den kurzen Abzweig zum Ochsensitz mit. Der minimale Umweg lohnt allemal, denn der unscheinbare Aussichtspunkt glänzt nicht nur ebenfalls mit einem Kreuz, sondern vor allem mit seinem schwindelerregenden Tiefblick hinunter auf Ettal und das bekannte Kloster Ettal.

Der weitere Abstieg führt dann wieder auf dem bekannten Weg, wobei wir gerade bergab froh über die Grödel an unseren Füßen sind. Damit kommt man unproblematisch und relativ zügig wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Lohnender Ausflug ins Winterwonderland – get well outside!

Weitere Details und die GPS Daten zur Tour findest du bei Komoot:

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