Summer Sunset Hike auf den Schildenstein

  • Sunset Rundtour

  • Bayerische Voralpen

  • Angenehme Feierabendrunde

  • Gipfelbrotzeit

  • Sunset & Layers

  • Obacht in der Wolfsschlucht

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Höchster Punkt

Endlich wieder Summer Hikes!

Im Sommer schätzen wir ganz besonders die Möglichkeit, Touren in der näheren Umgebung am späten Nachmittag oder frühen Abend zu unternehmen. Wenn die Sonne erst spät untergeht, sind sogar nach der regulären Arbeitszeit noch wunderschöne Feierabendtouren möglich. Was gibt es Schöneres, als den Schreibtisch hinter sich zu lassen und gut drei Stunden später einen traumhaften Sonnenuntergang am Gipfel zu erleben? So zieht es uns diesmal wieder in die Bayerischen Voralpen südlich des Tegernsees – zu einem Sunset Hike auf den Schildenstein.

Doch auch ein solches Micro-Abenteuer will gut geplant sein, insbesondere wenn wir direkt von der Arbeit aus starten. Deshalb packen wir unseren Rucksack schon am Vorabend, damit am Nachmittag keine wertvolle Zeit verloren geht. Mit knapp 900 Höhenmetern ist die Tour schließlich alles andere als ein kleiner Spaziergang. Da die Sonne Anfang Juni jedoch erst nach 21 Uhr untergeht, bleibt genügend Zeit, um zügig, aber ganz ohne Hektik aufzusteigen.

Ein weiterer Pluspunkt dieser Gipfeltour ist, dass sie sich hervorragend als Rundtour eignet. Wir entscheiden uns für den Aufstieg durch die steile, aber abwechslungsreiche Wolfsschlucht und kehren über die Nordwestseite wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der Schildenstein entpuppt sich dabei als hervorragender Aussichtsgipfel und begeistert besonders im letzten Licht des Tages mit freien Blicken auf den Guffert, das Karwendelgebirge, die Tegernseer Berge und schließlich bis hinunter zum Nordufer des Achensees.

Aufstieg durch die Wolfsschlucht

Unsere Tour startet am Wanderparkplatz Wildbad Kreuth. Zunächst folgen wir einem flachen Fahrweg entlang der Weißach taleinwärts bis zur idyllisch gelegenen Siebenhütten-Alm. Oberhalb der Alm zweigt der Weg nach rechts auf einen schmaleren und zunehmend steiler werdenden Wanderweg ab, der uns direkt in Richtung Wolfsschlucht führt.

Schon bald verläuft der Pfad entlang eines meist trockenen Bachbetts und steuert schnurstracks auf eine mächtige Felswand zu, die zunächst wie eine Sackgasse wirkt. Am Fuß der Wand, direkt neben einem kleinen Wasserfall, entdecken wir jedoch den gut ausgeschilderten Einstieg. Der Abschnitt durch die steile Felswand ist der anspruchsvollste Teil der Tour und verlangt Trittsicherheit, eine gute Kondition sowie ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit. An mehreren Stellen ist der Steig mit Stahlseilen gesichert, lässt sich unserer Einschätzung nach bei trockenen Bedingungen jedoch problemlos bewältigen.

Eines ist dabei sicher: Hier gewinnen wir schnell an Höhe. Die wenigen flacheren Abschnitte kommen gerade recht, um kurz durchzuatmen und den Blick zurück ins Tal schweifen zu lassen. Im oberen Bereich nimmt die Steigung schließlich etwas ab und durch das Latschengelände wandern wir weiter hinauf zu einer sattelartigen Anhöhe. Von hier aus ist unser Tagesziel mit dem Gipfelkreuz bereits im warmen Abendlicht zu erkennen.

An der folgenden Weggabelung halten wir uns rechts. Der linke Steig würde entlang des Kamms zur Halserspitze führen. Über die Südseite des Schildensteins geht es anschließend mäßig steil weiter bis zur letzten Abzweigung Richtung Gipfel.

Gipfelbrotzeit zum Sonnenuntergang

Vom Abzweig, an dem wir auf dem Rückweg noch einmal vorbeikommen, um die Rundtour zu vollenden, führt uns der Weg zunächst durch etwas dichtere Latschenfelder. Dazwischen eröffnen sich jedoch immer wieder großartige Ausblicke – entweder in Richtung der Abendsonne im Westen oder auf den markanten Guffert im Südosten.

Das Gelände wird noch einmal etwas steiler und der lose Schotter auf dem schmalen Pfad verlangt entsprechende Vorsicht. Nach rund zehn Minuten erreichen wir schließlich den höchsten Punkt des Schildensteins auf 1.613 Metern. Oben angekommen tauschen wir die verschwitzten T-Shirts gegen trockene Kleidung, suchen uns ein gemütliches Plätzchen und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit im goldenen Licht der tief stehenden Sonne. Dazu gibt es das bereits beschriebene Panorama mit freien Blicken in alle Himmelsrichtungen.

Als die Sonne ein letztes Mal gegen einen leichten Wolkenschleier ankämpft, entsteht ein intensives Farbenspiel, das wir in vollen Zügen genießen, bevor wir schließlich wieder unsere Rucksäcke schultern und den Abstieg antreten, um die Runde zu vollenden.

Zunächst geht es konzentriert den steilen Gipfelhang hinab bis zur bereits bekannten Abzweigung. Dort halten wir uns rechts und folgen den Wegweisern in Richtung Gaißalm. Der schmale Steig auf der Westseite lässt sich angenehm begehen und in den oberen Abschnitten sorgt die Dämmerung noch für ausreichend Sicht. Erst weiter unten im Wald kommen unsere Stirnlampen zum Einsatz, damit wir sicher und ohne Stolperer zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Eine feine Feierabendrunde #welloutside!

Weitere Details und die GPS Daten zur Tour findest du bei Komoot:

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